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Archiv für die Kategorie ‘Zukunftsmusik’

Generation Praktikum

In Kummerkasten, Zukunftsmusik on 24. Juli 2009 at 12:16

Unternehmen suchen heutzutage gar keine qualifizierten Mitarbeiter mehr, sondern qualifizierte Praktikanten.

Glücklicherweise mache in momentan kein Praktikum und muss vermutlich auch in den nächsten Jahren keins machen. Trotzdem habe ich mich während meines Studium mit Praktika über Wasser gehalten. Ich habe in einigen – heute sogar sehr großen – Berliner Multimedia- und Webagenturen gearbeitet und dort von 250 bis 400 Vollzeit gearbeitet. Die Studentenjobs waren dann schon besser bezahlt – teilweise besser als das was ich jetzt noch Steuern und Krankenversicherung etc. habe.

Ich bin mir nicht sicher ob das an mir liegt, aber eigentlich wurde ich dabei immer (auch gegenüber dem Kunden) als fester Mitarbeiter vorgestellt. Mir wurde Verantwortung übertragen und ich habe auch größere Projekte umgesetzt. Eigentlich war ich fester Mitarbeiter – allerdings zum Dumpingpreis. Read the rest of this entry »

Kinderkram

In Allgemeines, Zukunftsmusik on 21. Juli 2009 at 20:43

Neulich las ich in der Jungen Karriere (die mir irgendjemand umsonst in den Briefkasten geworfen hatte!!) darüber, was man nun in Krisenzeiten alles sinnvolles mit sich selbst und seiner hochqualifizierten, aber unbenötigten Arbeitskraft anfangen kann. Nicht viel schien mir, aber einen Ausweg bot das zu Recht unterschätzte Magazin: Familie gründen.

So hatte ich den Spiegeltitel “Krisenkinder” zwar nicht ganz interpretiert, dennoch dachte ich kurz über diese Möglichkeit nach. Arbeitslose kriegen Kinder, das zeigt uns ja schließlich auch das Privatfernsehen in den einschlägigen Sendeformaten. Möglichst jung, möglichst viele und am besten noch von möglichst vielen Partnern. Read the rest of this entry »

Am anderen Ende

In Zukunftsmusik on 16. Juli 2009 at 14:50

Es ist wirklich interessant in einer Prüfung mal nicht mitzuschreiben, sondern die Schreibenden zu überwachen.

Wenn man sich dazu entschließt an einer Hochschule zu arbeiten, kommt es früher oder später immer mal vor, dass man eine Vorlesung halten oder Prüfung überwachen muss. Falls man mal Professor ist, gehört das natürlich sogar zu den eigentlichen Aufgaben. Da mein “noch nicht” Chef im Urlaub ist, hat er mich gebeten eine Prüfung für ihn zu übernehmen.

Die ganzen Details die nicht funktionierten, lasse ich einfach mal Weg und fasse nur meine Eindrücke zusammen:

  • Es ist schön sich auf einen Prüfung nicht vorbereiten zu müssen.
  • Es ist angenehm mal nicht im Publikum Platz zu nehmen, sondern vorne zu stehen.
  • Aufregend zu sehen, wie die Studenten verwundert, fragend oder verzweifelt die Prüfungsaufgaben durchlesen.
  • Es ist sehr lustig einige der Antworten zu lesen.
  • Es ist ängstlich darüber nachzudenken, dass es verschiedene Amokläufer in Schulen und Universitäten gab.

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Das war es jetzt also? Na danke!

In Zukunftsmusik on 2. Juli 2009 at 18:16

Ich treffe die Entscheidung, dass ich noch nicht erwachsen sein will!

Wenn ich mich ganz doll anstrenge, kann ich mich noch fast daran erinnern, als wäre es gestern. Der erste Kuss, der erste Sex und das Abitur. Gefolgt von einem nahezu unbeschwerten Sommer.

10 Sommer und Winter, Grundwehrdienst, ein abgebrochenes und ein sehr gut abgeschlossenes Studium später, befinde ich mich mitten im Berufsleben. 9-to-5 bis an den Rest des Lebens. Das war es jetzt?

Eigentlich habe ich es ja schon während das Studiums geahnt. Aus diesem Grund habe ich wohl auch noch 2 Semester nach meiner letzten Prüfung gebraucht, bis meine Diplomarbeit endlich geschrieben und abgegeben war. Und nun? Read the rest of this entry »

Dr. zu sein ist nicht schwer, einer zu werden umso mehr!

In Zukunftsmusik on 23. Juni 2009 at 17:56

Wenn das Studium kurz vor dem Ende steht, fragt sich der bis dato mehr oder weniger unbeschwerte Student: Was jetzt? Was soll ich machen, nachdem ich mit der Urkunde, auf die ich Jahre lang hingearbeitet habe, von der Bühne gehe? Plötzlich ändert sich so einiges. Der Schutzmantel der Uni, der über dem eben noch “ordentlich immatrikulierten” Studenten lag und diesen von der Berufswelt noch abschirmte, ist plötzlich nicht mehr da. Damit verlässt der Durchschnittsstudent auch den bezüglich Fehlern noch relativ unkritischen Bereich seines beruflichen Werdegangs.

Als Wirtschaftsinformatiker stehen einem in der Wirtschaft, schenkt man allerlei Quellen Vertrauen, alle viele Türen offen. Vom typischen Einstieg als Unternehmensberater bis hin zum Spezialisten innerhalb eines Industrie-Konzerns ist alles denkbar. Und irgendwo in dieser breiten Facette an Möglichkeiten schweben wohl die Vorstellungen der meisten Wiinf-Studenten. Eigentlich war es nur noch eine Frage des Interessenschwerpunktes, der Mobiltät und der aktuellen Wirtschaftslage zum Zeitpunkt des Abschlusses *räusper*, wo man sich bewirbt und im Endeffekt auch landet. Auch bei mir war es so – als ich began. Read the rest of this entry »

Perspektive – Verzweifelt gesucht

In Zukunftsmusik on 22. Juni 2009 at 18:59

“Sie sind die Elite”, hatte mein Dekan mir und meinen Komillitonen entgegengeschmettert, damals an einem grauen Frühlingstag im Jahr 2007, an dem wir alle zu approbierten Veterinärmedizinern gemacht wurden. Von unserer glorreichen Zukunft war die Rede gewesen, von schier endlosen Perspektiven.

Einen Doktor solle man machen hatte er gesagt. Doktoren würden später mehr verdienen, hieß es. Und so machte ich brav meinen Doktor, nicht wegen des Geldes, sondern weil ich es wollte. Jetzt oder nie hatte ich mir damals gedacht. Also verbrachte ich die folgenden 1 1/2 Jahre fleissig im Labor. Im Februar diesen Jahres war es dann so weit: Den Titel so gut wie in der Tasche, war ich bereit mich ins Berufsleben zu stürzen. Ein netter Job, endlich Geld verdienen – das war das neue Ziel. Ich hatte studiert, ich hatte promoviert, die Berufswelt würde mir zu Füßen liegen, da war ich mir sicher. Read the rest of this entry »